Freunde, Bekannte, Kunden und Kollegen stolpern immer wieder über die unterschiedlichen Begrifflichkeiten:

Konservierung

Im Kern handelt es sich hier im Gegensatz zum Restaurieren (in gewisser Weise „Wiederherstellen“) viel mehr um das wirkliche konservieren, also „sichern“ bzw. „einfrieren“ eines bestimmten Zustandes (Holzkonservierung bzw. Holzfestigung). Beispielsweise eine extrem poröse Holzpartie: Anstatt diese herauszunehmen und durch gesundes Holz zu ersetzen, kann das poröse Holz mit geeigneten Konservierungsmitteln gesichert, also gefestigt werden. Je wertvoller oder bedeutender ein Objekt oder ein Museumsgegenstand ist, desto eher wird diese Variante bevorzugt, um mehr Originalsubstanz zu erhalten und das Objekt und den gesamten historischen Kontext zu bewahren. Ferner geht es um den Erhalt bestimmter Objekt- bzw. Nutzungsgeschichten. So kann technisches Kulturgut, das gewerblich oder industriell genutzt wurde, gerade aufgrund von Abnutzungsspuren, Brandflecken, Würfelbruch durch Pilzbefall, Verfärbungen und vieles mehr die Geschichte des Objektes und somit Geschichten über Gesellschafts- und Industrialisierungsprozesse erzählen, die ebenfalls durch Konservierungsmaßnahmen lesbar bleiben.

Historische Fassungen bzw. Malschichten können ebenfalls konserviert, gefestigt und gesichert (und unter Umständen von späteren Übermalungen befreit) werden, auch das Sichern von Metall gegen Korrosion wird als Konservierung verstanden.