Welche Schäden werden von Restauratoren besonders oft behoben?

Genau so individuell wie jedes historische Objekt sind auch die jeweiligen Schäden. Diese sind von vielen Faktoren abhängig wie beispielsweise vom Alter des Objektes, von der Nutzung, von Umwelteinflüssen oder von der Pflege. Dennoch gibt es einige „typische Grundschäden“, die bei alten Möbeln immer wieder zu beobachten sind. Dazu gehören:

  • Schwundrisse – häufig als Reaktion auf unsere meist hohen Raumtemperaturen bei trockener Luft
  • Ausbrüche – häufig durch mechanische Einwirkung / Gebrauch
  • Konstruktionsschäden – lose oder geöffnete Holzverbindungen
  • Holzabrieb – vor allem bei ungewachsten Schubladen – Holz auf Holz
  • Ablösungen von Kleinteilen und Furnieren
  • Flecken – von weiß / bleichend bis tiefschwarz – je nach Ursprung
  • Oberflächenschäden allgemein – nicht selten durch fehlende oder falsche Pflege
  • Abnutzung von Funktionsgegenständen aus Metall (Schlösser, Scharniere etc)
  • Metallkorrosion
  • nicht mehr originale Austausch-Teile / Holzergänzungen

Um die unterschiedlichen Schadensbilder beheben zu können, bedarf es entsprechender Kenntnis und des handwerklichen Know-How’s. Bei Holzergänzungen kommt es beispielsweise auf das exakt passende Holz – auch hinsichtlich der Dichte, Struktur und Maserung an. Oder: Flecken im Holz lassen sich ohne Kenntnisse des Ursprungs nicht einfach mit universellen Reinigern entfernen. Oder: Holzstaub, der durch Abrieb (Schubladen) entsteht, wird häufig als Bohrmehl vom „Holzwurm“ fehlinterpretiert. Oder… Fragen? Fragen!