Warum braucht es qualifizierte Restauratoren?

Selbstverständlich bearbeiten wir Diplomrestauratoren nicht immer nur „High-end“ Antiquitäten und überteuerte Sammlerstücke. Es sind häufig schlichte und dennoch wunderschöne Gebrauchsgegenstände, die uns unsere Kunden zur Restaurierung anvertrauen. Aber auch hierfür zahlt es sich aus, qualifizierte Restauratoren bzw. Diplomrestauratoren zu konsultieren. Selbstverständlich bewahren wir bei jedem Objekt unseren Qualitätsanspruch – sind aber in der Lage, die wesentlichen Dinge zu erkennen, mit dem Kunden abzustimmen und durchzuführen. Ganz ohne uns im Detail zu verlieren, erstellen wir Ihnen faire und nachvollziehbare Kostenvoranschläge und erklären auch gerne persönlich, warum wir einige Restaurierungsmaßnahmen für sinnvoll oder sogar notwenig und andere jedoch für verzichtbar halten. Unkompliziert und bodenständig…

Qualifizierte Restauratoren mit dem Blick fürs Wesentliche

Die Bearbeitung der Antiquitäten erfordert einen behutsamen und sorgfältigen Umgang mit dem historischen Objekt, aber auch mit den im Laufe der Objektgeschichte entstandenen Spuren und Veränderungen. Häufig wird nämlich die Restaurierung nur als Verschönerungsmaßnahme verstanden, die die Spuren von Gebrauch und Abnutzung restlos entfernen soll. Qualifizierte Restauratoren verstehen unter fachgerechter Restaurierung vielmehr neben der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands eben auch eine bessere Lesbarkeit des Objektes, um auch seinen historischen Kontext zu bewahren. Denn die Geschichte eines Objektes ist Teil seiner Identität – daher ist es vielmehr Aufgabe des Restaurators, Gebrauchs-, Alterungs- und Herstellungsspuren zu erforschen und gegebenenfalls zu bewahren. Lediglich Schädigungen und Überarbeitungen, die das Objekt beeinträchtigen oder in seinem historischen Kontext verfälschen, werden bearbeitet bzw. entfernt.

Qualifizierte Restauratoren und deren Herangehensweise

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Objekt und seinem Umfeld sowie die Schadensanalyse sind also grundlegende Tätigkeiten für qualifizierte Restauratoren. Ohne diese Kenntnis sind die Folgen eines restauratorischen Eingriffes in vielen Fällen nicht absehbar. Nicht selten gilt es Schäden zu beheben, die aufgrund ungeeigneter Restaurierungsmaßnahmen erst vor wenigen Jahren oder Jahrzehnten entstanden sind.

Gerade die unscheinbaren Dinge erfordern die größte Aufmerksamkeit: Binde- und Klebemittel, Grundierungen, Pigmente und Oberflächenveredelungen (Harze, Wachse, Öle, Lacke). Unverträglichkeiten zwischen vorhandenen und neu applizierten Substanzen können mitunter zu chemischen Reaktionen in Form von Verfärbungen oder Ablösungen bzw. erst gar nicht eintretender Haftung führen. Berühmt sind Verklebungen, die mehrfach überarbeitet wurden und denen in diesem Zuge schlimmstenfalls in letzter Konsequenz mit „pattexartigen“ Klebern, Zweikomponenten- oder Sekundenklebern bis hin zu PU-Schaum nachgeholfen wurde.

Um solche Dinge zu verhindern oder rückgängig zu machen, sind gegebenenfalls Materialanalysen oder zumindest praktische Vortests auf Löslichkeit und Verhalten notwendig.

Grundsätzlich arbeiten qualifizierte Restauratoren sehr gewissenhaft, denn uns ist die besondere Verantwortung für das Kulturgut gegenüber der Einzelperson, der Gesellschaft und der Nachwelt bewusst.